Pressemeldung | Projekt
08.08.2024

Die höchste Baustelle Deutschlands (2.650 m) auf dem Schneefernerhaus

Die höchste Baustelle Deutschlands auf 2.650 m Höhe stellt außergewöhnliche Anforderungen an alle Beteiligten. Um einen reibungslosen Ablauf des hochkomplexen Projekts zu gewährleisten, setzt die Betreibergesellschaft des Schneefernerhauses auf das besondere Know-how des Burghauser Planungs- und Bauunternehmens Hinterschwepfinger.

Auf Deutschlands höchsten Berg führt keine Straße, daher werden selbst die einfachsten Baumaßnahmen zu einer logistischen Herausforderung. Der Beton muss in Säcken à 25 kg in Sonderfahrten der Zugspitz-Zahnradbahn zum Schneefernerhaus gebracht werden und vor Ort angemischt werden. Das erfordert wiederum Wassermengen, für die die Leitung zum Gebäude eigentlich nicht ausgelegt ist.

„Arbeitsschritte, die auf jeder anderen Baustelle Routine sind, müssen wir hier oben wochenlang vorausplanen“, erklärt Bauleiter Heinrich Leitner. „Dabei müssen wir stets einkalkulieren, dass sich der ursprüngliche Plan verzögert – durch schlechtes Wetter, zu wenig Wasser oder andere Unwägbarkeiten.

Dank der jahrzehntelangen Erfahrung der Experten von Hinterschwepfinger liegt die Baustelle voll im Zeitplan. Ende Juli wurde die Decke des Erweiterungsbaus betoniert, nun wird die Fassade montiert. Wie wichtig die Einhaltung des Zeitplans ist, zeigt ein Blick auf die Klimadaten: Das frostfreie Zeitfenster auf der Zugspitze beträgt nur wenige Wochen. Im September muss die Außenhülle des Anbaus fertig sein.

Das Schneefernerhaus

Das Schneefernerhaus wurde 1931 eröffnet. Es beherbergte lange Zeit das höchstgelegene Hotel Deutschlands und die Bergstation der berühmten Zahnradbahn auf die Zugspitze. Seit 1999 ist das Schneefernerhaus eine reine Umweltforschungsstation. Zahlreiche Forschungseinrichtungen führen dort Messungen durch und arbeiten an Forschungsprojekten. Betreiber ist ein Konsortium aus neun renommierten Forschungseinrichtungen und dem Freistaat Bayern.

Baustelle Zugspitze Schneefernerhaus betonieren
Auf 2.650 m ist das frostfreie Zeitfenster nur wenige Wochen lang.
Seit 1999 ist das Schneefernerhaus eine reine Umweltforschungsstation.

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