Das Burghauser Familienunternehmen Hinterschwepfinger stellt die Weichen für die Zukunft: Josef Hinterschwepfinger jun. (33) übernimmt ab sofort die Verantwortung für das Tagesgeschäft sowie die Geschäftsführung der Hinterschwepfinger Projekt GmbH. Alfred Hinterschwepfinger (62) und Josef Hinterschwepfinger sen. (66) ziehen sich aus dem operativen Geschäft zurück. Sie stehen dem Unternehmen bei strategischen Themen weiterhin beratend zur Seite.
Josef Hinterschwepfinger jun. bringt fundierte akademische und praktische Erfahrungen in seine neue Aufgabe ein: Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens an der TU München sammelte er mehrere Jahre Berufserfahrung als Projektleiter im international renommierten Architekturbüro HENN.
Anschließend durchlief er verschiedene Stationen innerhalb der Hinterschwepfinger-Unternehmensgruppe – zuletzt als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung. Parallel dazu absolvierte er ein MBA-Studium an der TH Rosenheim, das er Ende 2025 erfolgreich abschloss.
„Unser Rückzug aus der operativen Geschäftsführung ist Teil eines Übergangsprozesses, den wir bereits vor mehreren Jahren eingeläutet haben“, erklärt Josef Hinterschwepfinger sen. „So stellen wir sicher, dass wir der verlässliche Partner bleiben, den unsere Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten so schätzen.“
Ein Teil des Übergangs war die Berufung von Stefan Kaspar in die Geschäftsführung der Hinterschwepfinger Projekt GmbH vor drei Jahren. Der 38-jährige Wirtschaftsingenieur und Fabrikplanungsexperte ist seit gut zehn Jahren Teil des Unternehmens und bildet nun mit Josef Hinterschwepfinger jun. die Geschäftsführung.
In ein paar Jahren wird Benedikt Hinterschwepfinger zu ihnen stoßen. Er hat soeben sein Studium des Bauingenieurwesens abgeschlossen und gehört ebenfalls zur nächsten Generation der Unternehmerfamilie.
„Die Basis unseres Erfolgs ist das Menschliche und Familiäre, das für meinen Vater und meinen Onkel stets im Vordergrund steht“, sagt Josef Hinterschwepfinger jun. „Ich werde diesen Werten treu bleiben und zugleich unseren Vorsprung als technologischer Vorreiter im Zeitalter von KI und umfassender Digitalisierung ausbauen.“
Dass Hinterschwepfinger hier die Nase vorn hat, ist kein Zufall: Bereits mit seiner Masterarbeit über Building Information Modeling (BIM) legte Josef Hinterschwepfinger jun. den fachlichen Grundstein für die heute praktizierte, durchgehende Digitalisierung der Planungs- und Bauprozesse.
Josef Hinterschwepfinger jun. gehört zur dritten Generation der Unternehmerfamilie. Sein Großvater hatte 1956 mit einem Startkapital von 400 DM einen Ein-Mann-Zimmereibetrieb in Mehring bei Burghausen gegründet und im Lauf der folgenden Jahrzehnte zu einem florierenden Bauunternehmen ausgebaut.
In den 1990er Jahren übernahmen dessen Söhne Josef und Alfred die Geschäfte. Sie gründeten nacheinander Fachbereiche für Architektur, Tragwerksplanung, Gebäudeausrüstung, Brandschutz und zuletzt Fabrikplanung. 2020 bezog das Unternehmen seinen neuen Firmensitz in der Burghauser Neustadt.
Mittlerweile verfügt Hinterschwepfinger über mehr als 150 Mitarbeiter, die Gebäude und ganze Standorte für den inhabergeführten Mittelstand konzipieren, planen und bauen. Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen für diese beeindruckende Entwicklung ausgezeichnet: Hinterschwepfinger ist Preisträger des Bayerischen Mittelstandspreises 2025.